Mythen und Vorurteile im echten Holzbau

Oft gehörte Vorurteile gegen den Holzbau richtiggestellt. Im folgenden finden Sie eine Auflistung gängiger Mythen und Vorurteile im Holzbau und deren entsprechende Richtigstellung.

Vorbemerkung: Unter echtem Holzbau ist Massiv- bzw. Vollholzbau zu verstehen, nicht die sog. Holzständer-Leichtbauweise o.ä

Massivholz ist doch viel zu teuer

Falsch – zieht man die Summe aller Vorteile des Holzbaus (Schnellere Bauabwicklung, Lebensdauer, Betriebskosten, etc.) in Betracht ist der Holzbau die wesentlich wirtschaftlicher Alternative gegenüber konventionellen Bauweisen.

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Holzbau ist laut, instabil, fault und hält nicht lange

Falsch – unzählige unserer Bauten und Massivholzhäuser der Vergangenheit beweisen das Gegenteil.

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Holzbau belastet unsere Wälder, schafft Monokulturen und ist ein Baumkiller

Falsch – Die Waldbestände in Europa werden Jahr für Jahr größer.

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Holz dämmt zu wenig, deshalb brauchen wir Mischsysteme

Falsch – Massivholz verfügt über erstklassige Eigenschaften zur Dämmung und Speicherung von Wärme.

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Holz brennt doch und ist deshalb vor allem in der Stadt zu gefährlich

Falsch – Im Massivholzbau werden teils bessere Brandsicherheitswerte erreicht als bei Betondecken, Stahlbauteilen etc.

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Massivholz ist doch viel zu teuer

Falsch – zieht man die Summe aller Vorteile des Holzbaus (Schnellere Bauabwicklung, Lebensdauer, Betriebskosten, etc.) in Betracht ist der Holzbau die wesentlich wirtschaftlicher Alternative gegenüber konventionellen Bauweisen.

Dieses Argument entspringt einer kurzfristig denkenden Wegwerf-Gesellschaft. Es berücksichtigt nur die reinen Errichtungskosten und ignoriert alle mittel- und langfristigen Folgekosten. Betrachtet man einen für Wohnbau volkswirtschaftlich und ökologisch vernünftigen Zeitraum von 50 Jahren und mehr, so ist genau das Gegenteil der Fall.

Mit neuen echten Vollholz-Bausystemen, wie z.B. Holz100 der Firma Thoma, werden laufend Hochbauten aller Größenordnungen errichtet. Sie sind abfallfrei, dämmstofffrei UND energieautark. Die Heizkosten nähern sich der Nullmarke. Konventionelle Bauten haben üblicherweise deutlich höhere Betriebskosten.

Weiters gibt es bei Thoma im echten Holzbau 50 Jahre Garantie gegen Kondensat und Schimmelbildung – die Hauptursache aller teuren Bausanierungen. Diese Kosten werden bei konventionellen Bauweisen üblicherweise auf die Eigentümer*innen bzw. Mieter*innen abgewälzt. Mit diesem Trick der reinen Errichtungskosten stellt sich der konventionelle Bau als billig dar. Auf Sicht gesehen ist der echte Holzbau die wesentlich wirtschaftlichere Alternative. Natürlich muss man die Betriebs- und Sanierungskosten nach der Errichtung mit berücksichtigen.

Von „Umwegrentabilitäten“, wie der höheren Wohngesundheit, Allergikereignung, Ökobilanz und Werthaltigkeit, bis hin zur Wiederverwertung anstatt teurer Entsorgung ganz zu schweigen.

Die volkswirtschaftlich und klimatechnisch richtige Frage muss daher lauten: “Wer kann und will sich heute noch konventionelles Bauen leisten und wer übernimmt im öffentlichen Bereich die ökologische Verantwortung?“

In diesem Video spricht Erwin Thoma über Preise und Kosten im echten, gesunden Holzbau.

 

 

Holzbau ist laut, instabil, fault und hält nicht lange

Falsch – unzählige unserer Bauten und Massivholzhäuser der Vergangenheit beweisen das Gegenteil.

Natürlich kann mit jedem Material billig und schlecht gebaut werden. Der echte, also massive Holzbau befolgt aber einige Grundprinzipien und schafft damit neue Benchmarkes, an denen sich andere Baustoffe messen müssen.

  • Echter Holzbau verzichtet auf alle Dampfsperren und ist ähnlich wie GoreTex bei den Textilien wind- und wasserdicht aber immer dampf-diffusionsoffen. Das heißt, Kondensat schwitzt immer nach außen weg und innen sind Schäden, Schimmel etc. ausgeschlossen. Deshalb wird auch 50 (!) Jahre Garantie auf Schäden durch Kondensat und Schimmelbildung gegeben.
  • Echter Holzbau ist immer eine Massivbaukonstruktion und erreicht daher beim Schallschutz absolut vergleichbare Werte wie Betonbau. Ziegel ist durch die inzwischen so hohe Porösität teilweise deutlich schalldurchlässiger.
  • Holz fault nie, wenn es zur richtigen Zeit geerntet wurde und richtig verarbeitet ist und bleibt deshalb trocken. Im Winter gibt es . z.B. keinen Zucker im Holz, der die Hauptnahrung für alle abbauenden Lebewesen ist. Beim abnehmenden Mond geerntet, wird das Holz dichter und braucht von Natur aus keine giftigen Holzschutzmittel, usw.
  • Das leiseste Holzhotel der Welt wurde 2004 im Tiroler Ötztal unweit der Therme Längenfeld mit echtem Holzbau der Firma Thoma errichtet. Gemessene Schalldämmwerte in allen Zimmern sind 63 bis 65 Dezibel. Das ist ein doppelt so guter Wert wie die Norm es verlangt. Übrigens eine sehr strenge Norm, die von vielen konventionell gebauten Hotels nicht erreicht wird.

Wissenschaftliche Studien der weltweit angesehenen Technischen Universität in Zürich ETH belegen diese Zusammenhänge. Aber auch jeder Laie kann die Haltbarkeit des Baustoffes Holz nachvollziehen, wenn man nur die vielen 500 bis 1000 Jahr alten Holzbauten im alpinen Österreich betrachtet. Der älteste Holzbau der Welt ist übrigens ein buddhistisches Kloster im subtropischen Südjapan. 5-geschoßige Pagoden die 1.650 Jahre alt und immer noch unversehrt sind.

Echter Holzbau, also aus Massivholz gefertigt, ist daher eine werthaltige Investition, im besten Fall für Jahrhunderte…

Echter Holzbau ist die stabilste aller Baumöglichkeiten. Nicht umsonst setzt das Land mit den stärksten Erdbeben weltweit – nämlich Japan – mehrheitlich auf Holzbau. Was bei Stahlbeton mit großem technischen Aufwand erreicht wird, kann das Holz schon immer und bietet gleichzeitig eine wesentlich höhere Wohnbehaglichkeit, Gesundheit, Ökologie…

Weitere Referenzen:

 

 

Holzbau belastet unsere Wälder, schafft Monokulturen und ist ein Baumkiller

Falsch – Die Waldbestände in Europa werden Jahr für Jahr größer.

Dazu muss man wissen, dass die Wälder der Nordhalbkugel, also in Europa, Nordasien und Nordamerika Jahr für Jahr beträchtlich an Fläche und an Holzvorrat zunehmen. Die größten Zunahmen werden derzeit in China verzeichnet, weil es dort die größten Aufforstungsprogramme gibt. Doppelt so hohe Waldverluste werden hingegen in den Tropenwäldern – vor allem in Brasilien (!) – verzeichnet. Das Waldverlustthema ist ein reines Tropenwaldthema, das dringendst gelöst werden muss. Es steht aber in keinem Zusammenhang mit dem Holzbau in Europa.

Konkretes Beispiel aus dem kleinen Österreich: bei uns nimmt der Wald jährlich um die Fläche von ca. 5000 (!) Fußballfeldern zu. Und es fällt – nicht zuletzt durch den klimabedingten „Umbau“ von Nadelauf Laubholz – mehr Holz an, als wir selbst verarbeiten können. Deshalb exportieren wir unbearbeitetes Stammholz, anstatt es im eigenen Land zu veredeln = zu verarbeiten! Für Europa haben wir leider keine aktuellen Zahlen.

In jedem Kubikmeter Holz ist eine Tonne CO2 gebunden. Wenn wir das Holz im Wald verrotten lassen, wird diese Tonne wieder an die Atmosphäre zurückgegeben. Bauen wir, wie derzeit z.B. im öffentlich geförderten Wohnbau, konventionell, so verursachen wir pro Kubikmeter Beton oder Ziegel noch zusätzlich eine Tonne CO2 durch die Produktion dieser energieintensiven Baustoffe.

In Summe kostet der Verzicht auf Holzbau je Kubikmeter Baumaterial also 2 Tonnen mehr an CO2-Luftbelastung! Das können wir uns in der Zeit des Klimawandels schlicht nicht mehr leisten

Zusätzlich zu berücksichten ist, dass der echte Holzbau nicht als Sondermüll von unseren nächsten Generationen teuer entsorgt werden muss. Vielmehr stehen diese Gebäude nach ihrer Nutzung ganz im Sinn von „Cradle to Cradle“ und „urban mining“ wieder als ökologisch wertvolle Rohstoffquelle zur Verfügung und verhindern langfristig das Abholzen der Wälder. Die europäische Forstwirtschaft ist ein weltweites Vorbild hinsichtlich Aufforstung von Mischwäldern und der gesetzlichen Verpflichtung, für jeden geernteten Baum wieder mehrere junge Bäume zu pflanzen.

 

 

Holz dämmt zu wenig, deshalb brauchen wir Mischsysteme

Falsch – Massivholz verfügt über erstklassige Eigenschaften zur Dämmung und Speicherung von Wärme.

Dieses Argument ignoriert den Fortschritt und wissenschaftlich bewiesene Fakten. Mit echtem Massivholz hat das Salzburger Forschungsunternehmen Thoma weltweit die ersten energieautarken und dämmstofffreien Gebäude sowohl innerstädtisch als auch in exponierten Gebirgslagen errichtet. Nur Massivholz kann Heizkostenfreiheit, kostenlose Kühlung im Sommer und alle ökologischen und wohngesunden Vorteile verbinden.

Die einzigartige Langzeitspeicherung von Holz (mindestens fünf Mal so lang wie Beton) und die Sonne als alleinige Energiequelle machen das möglich. Bezüglich Speicherung hat Thoma Holz Versuche mit der TU Graz gemacht die beweisen, dass die thermische Trägheit = Langzeitspeicherwirkung von Holz drei bis fünf Mal über den Werten von Beton und Ziegel liegt. Die Versuche wurden von Dr. Kuba durchgeführt und auch unter diesem Namen publiziert.

Wenn wir heute in der Muttermilch der europäischen Mütter die gesundheitsschädlichen Chemikalien aus Dämmstoffen der Polystyrolgruppen nachweisen, dann wird klar, dass die Zukunft nicht chemiegedämmten und übertechnisierten Passivhäusern gehört. Dieselbe Aufgabe löst auf ganz natürliche Weise der nachhaltige Rohstoff Holz.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel über Wärmedämmmung im Holzbau.

 

 

Holz brennt doch und ist deshalb vor allem in der Stadt zu gefährlich

Falsch – Im Massivholzbau werden teils bessere Brandsicherheitswerte erreicht als bei Betondecken, Stahlbauteilen etc.

Damit Holz brennt, muss es drei Eigenschaften erfüllen: es muss trocken, von Luft umspült und möglichst dünn sein.

Genau das trifft aber auf den echten Massivholzbau nicht zu. Weltweite Versuche und Zertifizierungen zeigen, dass ein dicker Klotz, dass massive Wand- oder Deckenscheiben nicht mehr brennen, sondern auch bei größtem Umgebungsbrand nur ganz langsam und berechenbar verkohlen.

Es ist bewiesen, dass heute mit echten Massivholzbauteilen teils bessere Brandsicherheitswerte zertifiziert werden, als mit Betondecken, Stahlbauteilen etc. Feuerwehrleute können ihre Rettungsarbeiten in einem echten Holzbau (d.h. Massivholzbau, nicht Holzständer-Leichtbauweise) viel länger ausüben, als unter Stahl, Beton oder Ziegelkonstruktionen, die viel unberechenbarer auf Brandbelastungen reagieren.

Das ist der Grund, warum mittlerweile weltweit sogar Hochhäuser aus Holz alle behördlichen und konstruktiven Anforderungen ohne Probleme erfüllen und deshalb auch genehmigt werden!

Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zum Thema Brandschutz.

 

Zusammenfassung

Der echte (also massive) Holzbau bietet uns Menschen Lösungen für die großen ökologischen und sozialen Fragen der Zeit. Echter Holzbau ist mechanisch verbunden und absolut frei von giftigen Chemikalien. Deshalb ist das Material immer wieder verwertbar und ein echtes Kreislaufprodukt. Das schont den Wald und sorgt dafür, dass wir beim Holzbau die Wälder niemals belasten.

Echter Holzbau ist nicht nur für die nächsten Generationen abfallfrei, sondern durch die hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften der Vollholzhülle in der Lage, Häuser aller Größen unabhängig von zusätzlichen Energiequellen ganzjährig zu heizen und zu kühlen.Es ist möglich (und wird von Thoma auch laufend gebaut), ein Gebäude ohne Solar und Technik energieautark zu betreiben. Dafür ist natürlich eine optimierte Gebäudehülle nötig, mit weniger als 20% Glasanteil in der Außenhülle. Diese Glasfläche muss großteils Richtung S und SW ausgerichtet sein. Wo das nicht frei gestaltet werden kann, kommt die „Kitzbüheler Lösung“ mit Solarenergie und Wärmepumpe zur Anwendung. In jedem Fall können ThomaGebäude energieautonom gebaut und betrieben werden. Dazu hat Erwin Thoma das Buch „Holzwunder“ geschrieben. Wirkungsweise und Möglichkeiten sind dort im Detail nachzulesen.

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