Energieautark, es geht!

Das Ziel, gar keine Heizkosten zu bezahlen und vollkommen energieautark zu sein, galt lange Zeit als unwirtschaftlich. Gerade um die letzten 10 oder 20 kWh/m2 auch noch wegzubekommen, waren unverhältnismäßig hohe Investitionskosten erforderlich. Besonders hier eröffnet verdübeltes Massivholz als Haushülle ganz neue Möglichkeiten. Die Holzhülle selbst wird zum kostenlosen Wärmespeicher und zur Klimaanlage. Lassen Sie sich von bereits realisierten Bauvorhaben zu Ihrer persönlichen Energieunabhängigkeit inspirieren!

Die Arche Neo bei Kitzbühel

Ein 6.600m2 großes Bürohaus, in dem die Nutzer für Heizung und Kühlung keine Betriebskosten bezahlen, weil die Sonneneinstrahlung genügt. Das klingt wie eine Utopie, ist aber in der Praxis verwirklicht und bestätigt durch die inzwischen mehrjährige Betriebskostenrechnung. Holz100 ersetzt bzw. verringert Haustechnik, denn es kühlt und wärmt auf natürliche Weise. Gleichzeitig fördert es die Gesundheit, macht energieunabhängig und ist Vorreiter zum Thema Nachhaltigkeit.

Das Filmarchiv Austria

Um die ältesten Filmrollen des österreichischen Staates unbeschädigt zu lagern, ist eine ganzjährig konstante Temperatur von 2° C ohne Schwankung Voraussetzung. Das Filmarchiv Austria ist seit 2004 in Betrieb und benötigt für Heizung und Kühlung keine Energie von außen, außer der Sonne am Dach – diese deckt ganzjährig 100 % des Bedarfs ab. Damit die wertvollen Schätze des österreichischen Filmarchivs auch wirklich keinem Risiko ausgesetzt werden, wurde dieses Klimatisierungskonzept gemeinsam mit Wissenschaftlern der TU Graz erarbeitet.

Fünfgeschossiger Holzbau ohne Heizung – Architektur im Kreislauf der Natur

Ein neuer Durchbruch: Hier gibt es gar keine Heizung, keinen Kamin und keine Solaranlage mehr. Trotzdem wird es innen nie kühler als 18° C – das kann nur volles Holz. Wie wurde das verwirklicht?

Bei jedem Gebäude verliert man im Winter am meisten Energie durch die Glasflächen. Diese wurden hier daher genau optimiert. Kleinere Fenster gibt es an der schattigen Nord- und Ostseite. Große Belichtung Südwest, also direkt zum Sonnenstand von 12:00 bis 14:00 Uhr. Hinter den großen Gläsern liegt als Kurzzeitspeicher ein dunkler Stampflehmboden. Die Langzeitspeicherung und Wärmedämmung übernehmen die 36 cm dicken Thoma-Holz100-Wände. Ein genaues Monitoring zeichnete einen ganzen Winter in allen Räumen die Temperatur und die Luftqualität auf.

Ergebnis: Im Winter 2014/2015 war die Temperatur im Haus immer höher als 18° C. An den meisten Tagen war es wärmer als 20° C. Die Luftqualität war sowohl in den Büro- als auch in den Wohnräumen immer im optimalen bis sehr guten Bereich. Und das ohne jegliche Heizung und Lüftung!

 

Weiterlesen

Alle Artikel anzeigen
Thoma Holz