Die Esche

Mit ihrer Fähigkeit, Extreme zu verbinden, ist die Esche ein Symbol für starke Willenskraft.

Foto: Rachele Z. Cecchini

Die Esche in der Baumfamilie

Die Rolle des guten und verbindenden Nachbarn konnte ich beim Eschenbaum nicht nur in meiner Kindheit am Zaun zum Nachbarn beobachten. Auch im Wald und in der Baumfamilie fällt die Esche als besonders ausgeglichener Vertreter zwischen Extremen auf. Auf der einen Seite können die schnellwüchsigen Eschen zwar nicht so meisterhaft wie die Pioniere Erle und Birke, aber doch gleich danach unkompliziert junge und schwierige Böden besiedeln.

 Andererseits genießen sie sehr wohl üppige, tiefe Gründe, bringen dort riesige, bis über 30 Meter hohe Gestalten hervor und können im Gegensatz zu den vorauseilenden Vorreitern Birke und Erle mehrere hundert Jahre alt werden. Mit der tiefen Herzwurzel und dem harten, zähen, dauerhaften Holz reiht sich die Esche wieder in die Gruppe der großen und mächtigen Bäume ein.

Die Bedeutung für die Seele und Gesundheit

Die Esche verbindet Extreme. Sie zeigt uns einen besonnenen Mittelweg. Besonnenheit und ständige, wache Geistesgegenwart, die für überlegtes Handeln sorgen, sind denn auch die Botschaften und Gaben, die wir von der Esche und ihrem Holz empfangen. Für Menschen, die die ausgesprochen energiereiche Buche oder die kräftige und mächtige Eiche als bedrängend, manchmal auch als zu starr empfinden, ist die Esche eine fantasievollere, biegsamere und beweglichere Alternative.

Ein weiteres Geschenk der Esche, die Entwicklung starker Willenskraft, hat besonders mit ihrem zähen Holz zu tun. Zähe Ausdauer des Körpers wie auch des Geistes können nur Menschen mit starker Willenskraft entwickeln. Die Meditation der Esche und ihr dauernder stiller Einfluss, zum Beispiel durch einen Eschenholzfußboden oder Möbelstücke, sind ausgezeichnete Hilfsmittel, um die eigene Willenskraft zu trainieren, zu stärken und zäh wie Eschenholz werden zu lassen.

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