Die Fichte

Gespannt zwischen Himmel und Erde - wohl kaum ein Baum verkörpert so viele Wirkungen und Möglichkeiten in unseren Wäldern wie die Fichte.

Fichte-Tanne Mischwald im Hochwinter.

Die Fichte in der Baumfamilie

Die Fichte ist ein Baum des kühleren Klimabereiches. In günstigen Lagen werden Riesen bis zu fünfzig Meter hoch. Im Hochgebirge kämpft sie sich bis in die oberste Lärchen- und Zirbenregion hinauf und bekommt dort das zerzauste Gesicht der Bergwelt. Trotzdem ist sie kein ausgesprochener Pionierbaum.

Gut durchlüftete und nährstoffreiche Böden, die von anderen Vorreitern vorbereitet wurden, sind ihr am liebsten. Die Fichte gehört zu denjenigen, die im kühleren Klimabereich ausgeglichene Böden bewahren. Als Flachwurzler ist sie auf den meisten Böden über die stützende und bereichernde Begleitung tiefwurzelnder Mischbaumarten dankbar.

Die Bedeutung für die Seele und Gesundheit

Die Fichte ist kein Baum besonderer Extreme. Ruhig versteht sie es, den Ausgleich zu finden. Zu jeder Minute strebt sie dem Licht entgegen. Sie kennt ihr Ziel und mit ihrer emporstrebenden Gestalt versinnbildlicht sie das Leben, das erst durch die Verbindung zweier Pole möglich wird – Fichtenkronen scheinen dafür geschaffen zu sein: Geradlinig, immer höher, tiefer in den Himmel einzutauchen, sich von Licht und Wind durchfluten zu lassen.

Die Fichte ist für die Menschen ein Baum der Harmonie. Ausgeglichen spiegelt sie zu jeder Zeit ihre Umgebung wider. Sie zeigt uns, dass klare Geistesgegenwärtigkeit viel mehr bewegt als kurze Akte der Kraft. Die Geborgenheit zwischen ihren Stämmen hebt Zwänge von außen auf. Auf und mit der Fichte bauen heißt ersehnte Geborgenheit, Ausgeglichenheit und klare Geistesgegenwart ernten.

Selbst Häuser, die zur Gänze aus Fichten errichtet werden, wirken niemals aufdringlich oder erdrückend. Gleich ihrer schmalen Krone mit den feinen Nadeln wirkt die Fichte fein und angenehm zurückhaltend.

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Thoma Holz
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